LIEBE ist die am höchsten schwingende, stärkste KRAFT des Universums, sie birgt in sich unbegrenzte MACHT:

LIEBE ist MACHT, die niemals missbraucht werden kann,

weil sie Missbrauch nicht kennt, nur LIEBT,

und Niemandem schaden würde.

Sie kennt keine Angst,

keinen Zweifel.

Sie kennt die Angst und auch die kleinen Ängste nicht. Sie hält nicht fest, sondern nimmt BEDINGUNGSLOS an und lässt gleichzeitig BEDINGUNGSLOS los.

Die Lieblosigkeit und Missachtung der Göttlichen Gebote sind DIE URSACHE dessen ,was auf diesem Planeten geschieht und deren Veröffentlichungen uns auf diesem Blog immer wieder vor Augen geführt werden.

Samstag, 5. Mai 2018

Dr. Michael Ley ist ein in Wien lebender Politikwissenschaftler und Buchautor („Die kommende Revolte“, „Der Selbstmord des Abendlandes. Die Islamisierung Europas“). Ley sieht im Islam die größte Gefahr für Europa angesichts der die etablierte Politik und die Medien komplett versagen und blind seien gegenüber dem islamischen Judenhass und Faschismus.

Dr. Michael Ley: Die letzten Europäer - Islamisierung



"Der Selbstmord Europas"

Europäische Werte? Ach, egal

Er ist der Einwanderungskritiker, den Morrissey seinen Fans empfiehlt: Douglas Murrays Polemik gegen Europas Einwanderungspolitik zeigt, wie aus Liberalen Rechte werden.
3. Mai 2018, 20:13 Uhr
"Der Selbstmord Europas": Flüchtlinge warten auf eine Nahrungsausgabe vor der ungarischen Grenze in der Nähe von Horgoš (Serbien), Juli 2016.
Flüchtlinge warten auf eine Nahrungsausgabe vor der ungarischen Grenze in der Nähe von Horgoš (Serbien), Juli 2016. © Matt Cardy/Getty Images
Der Sound ist leidlich bekannt: Europa begehe Selbstmord. Gebrechlich und überfremdet, getrieben von Naivität und Selbstverachtung gehe es seinem Ende entgegen. Kulturfremde Einwanderer, vor allem Muslime, schickten sich an, den christlichen Kontinent zu übernehmen. Bald "werden wir den einzigen Ort auf der Welt, der unsere Heimat war, verloren haben."
Der Selbstmord Europas heißt das Buch des britischen Autors Douglas Murray, das in deutscher Übersetzung in der Edition Tichys Einblick erschienen ist. Für Einwanderungsgegner in Deutschland könnte Murray eine Referenz werden: Er scheint das perfekte Beispiel dafür, dass jemand, der Einwanderung für eine grundsätzliche, kulturvernichtende Katastrophe hält, zugleich vollkommen liberal und höflich, ja geradezu vornehm auftreten kann. Murrays ist 38, kommt aus bürgerlichem Elternhaus, war auf dem Elitegymnasium in Eton und hat in Oxford studiert. Er ist der Einwanderungskritiker, den der Songwriter Morrissey seinen Fans empfiehlt. Wenn er, wie zuletzt immer öfter, im britischen Fernsehen spricht, dann stets eloquent, witzig und ironisch. So als würden die Zustände, die er an die Wand malt, ihn selbst am meisten überraschen.

Nicht Konflikt, sondern Existenzkampf

Warum sollte man sich mit diesen Mann und seinem Buch, das vergangenen Sommer die Bestsellerlisten in Großbritannien erklomm, auch in Deutschland beschäftigen? Weil sich an Murray exemplarisch studieren lässt, wie beim Thema Einwanderung Liberale zu Rechten werden. Das hat viel zu tun mit einer kulturpessimistischen Liebe zur alten europäischen Kultur, an der an sich gar nicht so viel auszusetzen wäre. Auch seine unerbittliche Positionierung gegen den Islamismus, die er gerne in öffentlichen Streitgesprächen mit IS-Sympathisanten wiederholt, ist von aufrichtiger Sorge getragen.

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Douglas Murray wurde 1979 in London geboren. "Der Selbstmord Europas" ist das erste seiner Bücher, das ins Deutsche übersetzt wurde.© Douglas

Murray/Bloomsbury

Das Problem ist, dass alle diese Dinge für Murray nicht bloß Konflikte in unserer Gesellschaft sind – zwischen Tradition und Moderne, zwischen Fundamentalismus und Liberalität –, sondern Anzeichen eines Kampfes um die kulturelle Existenz, um Identität und Verdrängung. Auf der einen Seite stehen wir Europäer: alt, unsicher, dekadent. Auf der anderen die Fremden: stolz und durchsetzungswillig, frei von westlichen Schuldkomplexen und Selbstzweifeln. Wenn das europäische Wir sich nicht behaupten wolle, lautet Murrays Botschaft, dann würden die anderen den Kontinent übernehmen. Er wolle nicht, schließt er sein Buch, "dass schwache, sich selbst hassende, boshafte, müde Politi­ker, die sich selbst aufgegeben haben, unsere Heimat in einen völlig ande­ren Ort verwandeln."

Wie beim Rhetorikwettbewerb

Um diese Geschichte in seinem 300-seitigen Großessay eindrücklich zu erzählen, geht Murray vor wie bei einem Debattierwettbewerb: Es kommt weniger darauf an, ob etwas sachlich richtig ist, als ob es beim Publikum, das man überzeugen will, Eindruck macht. Alles wird so zum Symptom der diagnostizierten Krankheit. 
Wenn in England viele Pubs schließen, kann das nicht an sich verändernden Freizeitgewohnheiten liegen, sondern daran, dass der Islam sich ausbreitet. Wenn Menschen sich gegen Rassismus einsetzen oder über historische Verbrechen des Westens reden wollen, dann tun sie das nicht aus genuinem geschichtlichen oder moralischen Interesse, sondern aus Hass auf ihre eigene Kultur, aus Drang nach "Selbstverleugnung". Stellt jemand fest, dass die Kriminalität in Deutschland trotz Einwanderung niedrig ist, dann ist das keine Aussage, die sich überprüfen ließe. Es ist ein eindrucksvolles Zeichen einer im Regierungssinne kontrollierten Debatte, die in Deutschland, auch dank der "Mainstream-Medien", von ganz Europa "am stärksten eingeschränkt und politisiert" sei.

Murray als Deutschlandexperte

Wie bei einer guten Debattenperformance ist das bisweilen sehr eindrucksvoll. Anekdote um Anekdote, Zitat um Zitat prasseln auf den Leser ein. Oft ist es schwer, sich den Schilderungen Murrays zu entziehen, etwa wo er über das Einknicken des westeuropäischen Establishments vor dem Islamismus spricht. Eine tragische Episode nach der anderen zwingt er seine Leser neu zu durchleben: Salman Rushdies VerfolgungPim Fortuyns Ermordungdie Karikaturenstreite, das Massaker an der Redaktion von Charlie Hebdo, die Kette von antisemitischen Terrorangriffen in Frankreich, die Drohungen schließlich, mit denen die Kritiker dieser Zustände oft leben müssen.
Hier sind die Rollen klar verteilt: Mut und Prinzipientreue bei den Islamkritikern, Feigheit und Blindheit bei den linksliberalen Beschwichtigern. Das ist eine sicherlich einseitige, aber nicht völlig haltlose Kritik. Stellenweise ist Murrays Buch eine überzeugende Wutrede im Namen derer, deren Kampf gegen den Islamismus lange nicht ernst genommen wurde. "Die Menschen in den Niederlanden, die über den Islam und verwandte Themen schreiben und reden, sind müde geworden", zitiert er die islamkritische Feministin Ayaan Hirsi Ali, die mittlerweile unter Polizeischutz in den Vereinigten Staaten lebt.

Das Volk solle aufgelöst werden

Aber es geht Murray eben nicht nur um Kritik. Er will die Befürworter des Multikulturalismus anklagen, mit ihnen abrechnen. Insgeheim, so will er belegen, würden die Eliten die Abschaffung Europas sogar befürworten. "Die Machthaber bilden sich ein, dass es nichts ausmachen würde, wenn die Europäer und die europäische Kultur verloren gingen", schreibt er. "Einige unter ihnen haben sich klar dafür entschieden, das Volk aufzulösen und sich ein anderes zu wählen, wie Bertolt Brecht in seinem Gedicht Die Lösung 1953 ironisch vorgeschlagen hatte."
Die rechte Verschwörungstheorie, Einwanderung sei ein von feindsinnigen Eliten gegen die Existenz der europäischen Völker gerichtetes Projekt, umkreist er in kunstvollen Anspielungen. Er spricht von "'Diversität' als Strafe für historische Übeltaten" und vermutet ein "spezifisches, gegen den Westen und Europa gerichtetes Motiv", das "hinter diesen letzten Ereignissen in Europa" stecken könnte. Schuld seien vor allem die Linken, die ihren eigenen Gesellschaften feindlich gegenüberstünden. So sei für die Labour-Regierung unter Tony Blair Einwanderung "eine Politik der bewussten sozialen Transformation" gewesen, "eine Art 'Kulturkrieg' gegen die britischen Bürger". Viele würden es heute genießen, dass auf diese Weise Rache an den europäischen Gesellschaften geübt werde. "Wenn das auch nur teilweise die gegenwärtige Transformation erklärt", spekuliert Murray, "dann ist das, was wir durchmachen, kein Unfall oder pure Nachlässigkeit an den Grenzen, sondern ein kalter und willentlicher Akt von Sabotage."

Das fremde Land, in dem Migrantengewalt herrscht

An einer anderen Stelle glaubt er, dass Umfragen, die eine gute Integration von Einwanderern belegen, gerade deshalb falsch seien, weil sie ihre Hypothesen "beweisen". Das Wort setzt er süffisant in Anführungszeichen, denn der Augenschein zeige doch jedem vernünftigen europäischen Bürger etwas Anderes. Auch das Wort "Experten" liest man bei Murray immer wieder in Anführungszeichen. Man wisse doch ganz genau, dass die Fachleute, "die von der Regierung unterstützt und gefördert werden" nur "Gegenargumente und Falschmeldungen" verbreiteten.
Bei einer Debattenperformance kann das Publikum den Redner nicht unterbrechen und nachhaken, wenn eines seiner Argumente unplausibel, eines seiner Beispiele geradezu verdächtig überzeugend wirkt. Auch Murrays eleganter Argumentationsfluss lädt nicht zum Innehalten ein, sondern treibt den Leser mit. Gelegentlich folgt Murray einer Taktik, die sich oft bei Einwanderungsgegnern beobachten lässt: Weil die bekannten Realitäten vor der Haustür zu uneindeutig und komplex sind, verbreiten sie Schockgeschichten aus dem Ausland, die sich weniger leicht überprüfen lassen. Am prominentesten tat das etwa einmal Donald Trump, der in einer Rede von einem Terroranschlag in Schweden sprach, den es nie gegeben hatte. In Murrays Buch ist das fremde Land, in dem Migrantengewalt und politisch korrekter Wahnsinn herrschen, oft ausgerechnet Deutschland. Und viele seiner Darstellungen klingen für jemanden, der Deutschland kennt, einfach nicht richtig.

Die Buch gewordene Filterblase

Oft sind es nur Kleinigkeiten, aber sie ergeben ein Bild. So behauptet Murray etwa, 2015 habe Angela Merkel den Facebook-Chef Mark Zuckerberg gefragt, "was man tun könne um die Bürger Europas davon abzuhalten, ihre Migrationspolitik auf Facebook zu kritisieren". Zwar sprach Angela Merkel 2015 wirklich mit Mark Zuckerberg. Die Quelle, auf die Murray an dieser Stelle seines Buches verweist, berichtet aber, dass die Kanzlerin Zuckerberg gefragt habe, was er gegen die Verbreitung von Hassrede und Rassismus in seinem Netzwerk tun könne. Wer auch nur ansatzweise mit der deutschen Diskussion um Hatespeech im Internet und das NetzDG vertraut ist, erkennt, dass Murray die Quelle, auf die er sich beruft, falsch wiedergibt. Es ging der Kanzlerin nicht darum, Kritik an ihrer Politik in den in sozialen Netzwerken zu unterbinden, sondern um juristische und technische Möglichkeiten, gegen justiziable Hassrede vorzugehen.
Ein anderes Beispiel: Die Lokalzeitung Westfalen-Blatt soll laut Murray behauptet haben, "die lokale Polizei würde die Sexualverbrechen, in die Migranten verwickelt seien und die deshalb Grund zur Kritik an der Politik der offenen Grenzen der Regierung liefern würden, routinemäßig vertuschen". Da Murray keine genauere Quelle nennt und auch nicht wörtlich zitiert, soll ihm der Leser hier wohl einfach vertrauen. Eine kurze Recherche fördert allerdings einen Bericht vom 27. Oktober 2015zutage, in dem das Westfalen-Blatt sachlich darlegt, dass es genau eine solche Polizeipolitik in NRW nicht gibt. Stattdessen erläutert die Zeitung die ganz banalen Gründe – nämlich den Schutz minderjähriger Opfer –, aus denen die Polizei bestimmte Verbrechen nicht publik macht.

Nicht Liberalismus, sondern ethnische Identität

So ist Murrays Werk vor allem eine Buch gewordene Filterblase. Und ein rechtes Manifest. Das schwarze Zentrum des Buches ist ein bewusster Bruch mit den Prämissen des liberalen Denkens und ein Umschwung zur Basis rechter Ideologie: zum Denken im ethnischen Determinismus. Wer die Integration für gescheitert hält und den Werte- und Kulturkampf gegen Islamisierung für aussichtslos, dem bleibt nur noch die Furcht vor der kulturellen und ethnischen Verdrängung. Noch "während der Lebenszeit der meisten unter uns", ist Murray sich sicher, "werden sich dieses Land und die meisten anderen Länder Westeuropas bis zur Unkenntlichkeit verändert haben." Vielleicht", malt er sich aus, "werden die europäische Lebensweise, die Kultur und die europäischen Auffassungen in kleinen Enklaven überleben." Die deutsche Neue Rechte nennt das nach dem französischen Schriftsteller Renaud Camus den "großen Austausch". Auch Murray zitiert Camus in seinem Buch.
Das alles sind Ideen, die noch vor wenigen Jahren nur am rechten Rand zu finden waren. Denn gegen eine demografische Bedrohung unserer Kultur hilft auch kein Eintreten für liberale Werte mehr. Die europäische Kultur, die dann verteidigt werden müsste, meint nicht mehr das Versprechen von Freiheit und Vernunft, das allen offenstünde, sondern unsere ethnische Identität. Diesen Verrat am liberalen Fundament Europas praktisch zu vollziehen ist das Programm der europäischen Rechtsparteien. Parteien wie den Front National, "die man früher als rechtsextrem beschrieben hatte", die Gelegenheit zu geben, sich als normale Parteien zu etablieren, ist fast der einzige konkrete Vorschlag für Europas Zukunft, der sich in Murrays Buch finden lässt.
Douglas Murray, Der Selbstmord Europas: Immigration, Identität, Islam; FinanzBuch Verlag/Edition Tichys Einblick; 384 Seiten, 24,99 Euro.




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