Während im Westen die Sorge vor einer neuen Wirtschaftskrise wächst, ist man in Russland erstaunlich entspannt. Wie kommt das?
Russland macht sich immer unabhängiger sowohl vom Dollar und damit auch vom westlichen Finanzsystem. Obwohl das einer der Hauptgründe für die aggressive Politik der USA gegenüber Russland sein dürfte, wird in Deutschland darüber nicht berichtet.
Die Macht der USA steht und fällt mit dem Dollar. Solange der Dollar den weltweiten Handel dominiert, können die USA aufgrund der großen Nachfrage nach Dollar weiterhin ungebremst Schulden machen und damit ihren aufgeblähten Militärapparat finanzieren. Die Schulden der USA wachsen immer schneller, gerade erst haben sie die 23 Billionen-Dollar-Grenze durchbrochen. Das sind immerhin 23.000.000.000.000 Dollar Schulden. Die USA sind also de facto pleite, denn ihre Schulden wachsen immer schneller und sind völlig außer Kontrolle geraten. Aber solange der Dollar auf der Welt gefragt ist, können sie dieses Spiel spielen. Mehr Details dazu finden Sie hier.
Das ist der Grund, warum die USA gegen jedes Land vorgehen, dass seinen Handel nicht mehr in Dollar abwickeln möchte. Gaddafi zum Beispiel wollte eine afrikanische, goldgedeckte Währung einführen, damit war er zum Abschuss freigegeben. Aber im Falle von China und Russland können die USA nicht einfach die Länder bombardieren, sie sind zu stark und würden sich wehren. Also geht man gegen diese Länder mit Sanktionen vor.
Putin hat das immer wieder gesagt, wenn er 2014 von Kritikern im eigenen Land auf die Sanktionen angesprochen wurde, die mit der Wiedervereinigung mit der Krim begründet wurden. Putin hat seinen Kritikern dann entgegen gehalten, dass die Krim nicht der Grund für die Sanktionen sind, sondern nur ein Vorwand. Nach Putins Meinung wollen die USA Russland, nachdem es wieder auf die Beine gekommen ist und dem Weltmachtanspruch der USA im Wege steht, in die Knie zwingen. Wären die Ereignisse auf der Krim nicht gewesen, hätten die USA einen anderen Vorwand gefunden.
Und die folgenden Jahre gaben Putin recht. Die USA verhängen immer neue Sanktionen gegen Russland und längst geht es nicht mehr um die Krim. Die USA (er)finden ständig neue Vorwände für Sanktionen.
Wer diese These anzweifelt, sollte über folgendes Beispiel nachdenken: Die USA haben verschiedene Sanktionen wegen der angeblichen russischen Einmischung in die US-Wahlen von 2016 verhängt. Aber als der Mueller-Bericht ergeben hat, dass es diese Einmischung gar nicht gegeben hat, da haben die USA die Sanktionen aber nicht wieder abgeschafft, sondern einfach neue Gründe (er)funden, um weitere Sanktionen zu verhängen.
Dabei sind die USA in einen Teufelskreis hineingeraten. Bei dem Versuch, ihren Willen durchzusetzen, haben sie gegen immer mehr Länder immer mehr Sanktionen verhängt und diese Länder dadurch gezwungen, sich nach Alternativen zum Dollar umzuschauen. Sie gehen dazu über, den Handel in den nationalen Währungen abzurechnen, anstatt über den Umweg über den Dollar. Damit sinkt der Anteil des Dollar am Welthandel und das weltweite Vertrauen in den Dollar. Es geschieht also genau das, was die USA eigentlich um jeden Preis verhindern müssen.
Die USA sägen also immer kräftiger an dem Ast, auf dem sie sitzen. Putin hat immer wieder öffentlich gesagt, dass er nicht nachvollziehen kann, warum die USA eine Politik machen, die ihnen am Ende mehr schaden wird, als allen anderen. Besonders deutlich hat er es Ende November 2018 formuliert, als er dazu sagte:
„Die USA schießen sich nicht nur ins Knie, sie schießen etwas höher.“
Solche Äußerungen gibt es von Putin massenhaft, wie man auch in meinem Buch über Putin nachlesen kann. Zuletzt hat er sich dazu im Oktober auf einer Konferenz über Energiesicherheit in ähnlicher Weise geäußert.
Und weil die USA auch das internationale Zahlungssystem SWIFT als Druckmittel einsetzen, indem sie zum Beispiel den Iran de facto davon abgeklemmt haben, machen sich nun die Länder der Welt auf die Suche nach Alternativen zu SWIFT. Die BRICS-Staaten sind dabei, ihre verschiedenen Zahlungssysteme zusammenzuschließen, was erstens zu einer Unabhängigkeit von SWIFT und zweitens zu einer Abkehr vom Dollar führen wird.
Russland hat auch reagiert, indem es seine Währungsreserven umgestellt und den Anteil an Dollar massiv abgebaut hat. Russland setzt auf Gold. Dabei geht es jedoch nicht explizit um den Kampf gegen den Dollar, sondern um defensive Maßnahmen. Russland will einfach nur verhindern, dass die USA den Dollar als Instrument für Sanktionen verwenden können. RT-Deutsch hat Leiter der Forschungs- und Prognosestelle der russischen Zentralbank, Alexander Morosow, so zitiert:
„Da Russland mit vielen Ländern in verschiedenen Währungen handelt, sind wir natürlich daran interessiert, einen Teil der Fremdwährung in der Struktur unserer Vermögenswerte zu halten. Wir hatten also nicht das Ziel, den US-Dollar, den Euro oder eine andere Währung vollständig loszuwerden.“
Russland gehört zu den Ländern mit den größten Reserven der Welt. Inzwischen sind es über 500 Milliarden und Russland hat ein Programm beschlossen, bei dem Gewinne aus dem Verkauf von Öl, wenn der Ölpreis über 42 Dollar liegt, automatisch in die Reserven fließen. Sie wachsen also sehr schnell, denn der Ölpreis liegt um einiges darüber, während im Westen nur die Schulden wachsen.
Der Untergang des Sozialismus Ende der 1980er Jahre wird uns immer damit begründet, dass der Sozialismus pleite gewesen wäre. Nach dieser Logik müsste das westliche Wirtschaftssystem heute längst pleite sein und zusammenbrechen, denn die Verschuldung des Westens ist heute ungleich höher, als sie es bei sozialistischen Ländern je war. Heute steht der Westen, was die Schulden angeht, miserabel da, während die meisten anderen Länder weit weniger verschuldet sind. Die Frage, wie lange das noch funktionieren kann, ohne dass das westliche System kollabiert, ist eine mehr als berechtigte Frage, über die Sie hier mehr lesen können.
Am Sonntag hat die russische Sendung „Nachrichten der Woche“ in einem Beitrag auch ein Interview mit der Chefin der russischen Zentralbank gezeigt, wo sie auch zu diesem Thema befragt wurde. Diesen Teil des Beitrages habe ich hier übersetzt.
Beginn der Übersetzung:
Die Chefin der russischen Zentralbank Elvira Nabiullina gab Nile Asker Zade ein großes Interview und teilte ihre Prognosen über die Zukunft der russischen Wirtschaft mit. Ist sie gegen externe Herausforderungen gerüstet? Sollte Russland Angst vor neuen Sanktionen haben?
Die Schlacht der Giganten des Welthandels, den Vereinigten Staaten und Chinas, malt das Schreckgespenst der Rezession an die Wand. In Deutschland wird von einer sich abzeichnenden globalen Krise gesprochen. Analysten senken die Prognosen für die Entwicklung der Weltwirtschaft. Nach Angaben der Zentralbank wird sie in diesem Jahr um 3 Prozent wachsen. Für Russland ist es vor diesem Hintergrund wichtig, eigene, interne Impulse für das Wirtschaftswachstum zu haben.
„Hat Russland keine Angst vor einer Krise?“
„Sie kann Auswirkungen haben, aber wir haben wirklich fundamentale Grundlagen für unsere Stabilität geschaffen. Wir haben lange daran gearbeitet, dass die innere Entwicklung Russlands nicht so sehr von externen Schocks und externen Schwankungen abhängig ist“, versicherte Elvira Nabiullina.
Mit externen Schocks sind in erster Linie die Sanktionen gemeint, mit denen Russland seit sechs Jahren lebt. Die USA drohen mit neuen Sanktionen, vor allem gegen Banken. Ist unser Finanzsystem darauf vorbereitet?
„Wir haben uns daran gewöhnt, unter den Sanktionen und mit ständigen Diskussionen über neue Sanktionen zu leben. Deshalb bereiten wir uns darauf vor, berechnen alle negativen Szenarien, um dem möglichen Sanktionsdruck am besten standzuhalten. Wir beobachten verschiedene Aspekte der Finanzstabilität, um vorbereitet zu sein“, sagte die Zentralbankchefin.
Trotz der Sanktionen ist der Rubel in diesem Jahr gegenüber dem Dollar und dem Euro sogar stärker geworden.
„Der Hauptgrund für diese Stärkung des Rubel sind Kapitalzuflüsse. Investoren sind auf der Suche nach profitableren Wertpapieren und Investitionen, daher gab es einen Kapitalzustrom in viele Schwellenmärkte, zu denen auch Russland gehört“, sagte Nabiullina.
Investoren schicken ihr Geld wieder in unsere Wirtschaft. Die Zentralbank erklärt das damit, dass sie eine Abschwächung der Politik der Zentralbank erwarten, mit der Stabilität der makroökonomischen Bedingungen in Russland und mit der Tatsache, dass die Inflation in Russland unter Kontrolle ist. Im Oktober lag sie bei 3,8% Prozent.
Ende der Übersetzung
Wer sich die reinen Fundamentaldaten der Wirtschaft anschaut, kann nicht umhin, sich Sorgen um den Westen zu machen. Die gleichen Wirtschaftsexperten, die uns erklären, der Sozialismus sei an seinen Schulden zu Grunde gegangen, erklären uns heute, dass Staatsschulden kein Problem seien. Dieser Logik zu folgen, ist nicht ganz einfach und manchmal klingt sie für mich, wie das Pfeifen im dunklen Walde…
Thomas Röper - www.anti-spiegel.ru
Thomas Röper, Jahrgang 1971, hat als Experte für Osteuropa in verschiedenen Versicherungs- und Finanzdienstleistungsunternehm
Thomas Röper ist Autor des Buches „Vladimir Putin: Seht Ihr, was Ihr angerichtet habt?“
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Sonntag, 8. Dezember 2019
Wie Russland die Aussichten der Weltwirtschaft einschätzt
Donnerstag, 5. Dezember 2019
Mittwoch, 4. Dezember 2019
So langsam werden hier zu Lande sogar nicht sehende plötzlich sehend ,verständlich oder das warum, ist es aber noch lange nicht ....
„Ihre Politik offenbart sich als reine Gier nach Macht und Geld“von Conservo |
(Offener Brief an Bundesinnenminister Seehofer vom 25.11.2019 11:36 /// Vorliteratur: https://www.youtube.com/watch? v=3urMZYaaIBk)
Herr Seehofer, warum tun Sie das unserem Land und Volk an?
(von Klaus Hildebrandt)
Sehr geehrter Herr Bundesinnenminister Horst Seehofer,
Mir geht es gut; und ich habe ein Dach überm Kopf und genug zu essen, was mich jedoch nicht davon abhalten sollte, für die zunehmend immer ärmer werdenden und „schon länger hier lebenden“ Mitbürger einzutreten und aktiv Partei zu ergreifen. Warum rief die Kanzlerin diese Leute hierher, wenn niemand außer den Grünen und Roten sie darum bat? Bitte sagen Sie’s mir.
Wenn Ihnen das alles als Bau- und Innenminister bekannt ist, warum holen Sie dann – immer noch – so genannte Flüchtlinge ins Land, die überhaupt keine echten sind? Ganze zwei Millionen (weltpolitisch betrachtet „ein Tropfen auf den heißen Stein“) innerhalb von 4 Jahren sind es schon, und Sie haben die Grenzen immer noch nicht geschlossen, obwohl Sie genau wissen, dass diese auf Jahre hinweg kein ordentliches Dach überm Kopf haben werden und/oder uns dt. Bürgern die dringend benötigten Wohnungen wegnehmen.
Der nächste Treck gen Norden wartet bereits in Bosnien-Herzegowina, womit kein Ende der Misere in Sicht ist, im Gegenteil. Bereits als besiegt geltende Krankheiten wie Masern, Keuchhusten und Polio sind wieder hier, von Aids und der Krätze ganz zu schweigen, wogegen auch keine Impfpflicht hilft.
Bis Ihre „Wir müssen bauen, bauen“-Initiative wirkt, vergehen Jahre und Jahrzehnte, kostet immens viel Geld, das an anderer Stelle dringend benötigt wird, löst die Probleme keinesfalls und belastet und zerstört zusätzlich die Umwelt und immer knapper werdende Landfläche in unserem ohnehin schon dicht besiedelten und energiehungrigen, zugemüllten industriellen Deutschland.
Glauben Sie mir: Diese Politik versteht kein Mensch im Lande, und sie muss mit allen Mitteln gestoppt werden.
Auch die Kirchen, die zwar immer leiser werden, gehen zusehends den Bach runter. Ihr Bemühen um die schnelle Islamisierung unseres Landes und Europas zeigt Wirkung. In Frankreich gehen tausende Frauen auf die Straße, weil sie sich diskriminiert und bedroht fühlen https://www.deutschlandfunk. de/gewalt-gegen-frauen- tausende-demonstrieren-in- frankreich.2932.de.html?drn: news_id=1073074 .
Sehr geehrter Herr Bundesinnenminister Seehofer, wir haben das Ende unserer Kapazität erreicht. Ihre Politik offenbart sich als reine Gier nach Macht und Geld, auch wenn Sie sie den Bürgern anfangs scheinheilig als „humanitär“ zu verkaufen versuchten.
Die von der Kanzlerin auf Kosten unserer Souveränität und hart erwirtschafteten Geldes betriebene Globalisierungspolitik ist das Ende einer Ära des sorglosen Umgangs mit Demokratie und Wohlstand. Wir brauchen nicht noch mehr Einwohner und Arbeitssklaven, sondern weniger. Schauen Sie sich doch nur die Dichte des dt. Autobahnnetzes und die vielen Staus an. Mit Ihrer selbst initiierten Migrations- und VN-Resettlement-Politik treiben Sie es auf die Spitze. Ursächlich schuld daran ist die Kanzlerin, wofür Sie, die Altparteien, nun allesamt vom Volk abgestraft werden. Auch der Höhenflug der Grünen wird schon bald verpuffen.
Lesen Sie, was Ihr CDU-Kollege Peter Helmes zum jüngsten Parteitag in Leipzig zu sagen hat: https://conservo. wordpress.com/2019/11/24/cdu- parteitag-leipzig-keine- orientierung-keine-fuehrung- kein-kurs/#more-26224 . Der Mann hat Recht.
Mit freundlichen Grüßen
Klaus Hildebrandt (Rheinland-Pfalz)
Dieser lesenswerte Beitrag erschien zuerst auf dem Blog von Peter Helmes – www.conservo.wordpress.com
Hinter den Kulissen .....
3. Weltkrieg: Russland, der Zusammenbruch des amerikanischen Imperiums und die Rolle des Tiefen Staates (Videos)von aikos2309 |
Die USA blieben nicht allzu lange an der Weltspitze, die bipolaren Zeiten kommen wieder. Die Welt wird in Zukunft anders sein, und jeder versteht es bereits heute. Was für eine Welt wird es sein? Welche Machtzentren wird die neue Welt haben? Welchen Preis müssen wir für diese Veränderung zahlen?
Die Chefredakteurin von Pravda.Ru, Inna Novikova, stellte diese Fragen dem russischen Politikwissenschaftler, Journalisten, Analysten und außerordentlichen Professor der Finanzuniversität der Regierung der Russischen Föderation, Leonid Krutakow.
Im zweiten Teil dieses Artikels legt der frühere US-Soldat Robert David Steele seine Ansicht über die Rolle des Tiefen Staates bei der Vorbereitung des Dritten Weltkrieges dar. Er ist ein Spion alter Schule und hat für die Central Intelligence Agency (CIA) Operationen unter falscher Flagge durchgeführt.
Er ist sowohl mit der Art solcher Operationen als auch mit der Häufigkeit ihrer Durchführung innerhalb des normalen Operationsbereichs der NATO (die Terroranschläge der Roten Garde in Italien waren eine NATO-Operation unter falscher Flagge) als auch in den USA bestens vertraut, wo die Anschläge des 11. September von den Zionisten mit der direkten Zustimmung von George H.W. Bush und dem damaligen Verteidigungsminister Dick Cheney im Jahr 1990 geplant, und von den Zionisten unter dem Schutz des De-facto-Präsidenten Dick Cheney, dem offiziellen Vizepräsidenten, im Jahr 2001 ausgeführt wurden.
Der Dritte Weltkrieg wird ausbrechen, wenn das amerikanische Imperium zusammenbricht
Die Welt wird bipolar und die USA verlieren ihre Rolle als Staat, der als Verfechter seiner globalen Vorherrschaft agiert. Eine Alternative zur heutigen Weltordnung ist jedoch noch nicht entstanden. Welche Formen kann sie annehmen, und wie kann dieser Wandel stattfinden?
In der Tat treten wir tatsächlich wieder in die bipolare Phase ein. Es gibt Interessen einer Gruppe von Ländern und Interessen einer anderen Gruppe von Ländern. In der vorigen bipolaren Ära war es die UdSSR, die als Lokomotive fungierte. In diesen Tagen ist es offensichtlich, dass China stattdessen die Rolle der UdSSR übernehmen wird. Diese Besonderheit hat ihre eigenen Vor- und Nachteile für Russland.
Vor nicht allzu langer Zeit befand sich Russland im Washingtoner Konsens, wo wir nicht einmal Passagiere dritter Klasse waren, sondern Heizer, deren Aufgabe es war, den Ofen des großen Schiffes mit Kohle zu befeuern (Die USA und die Eliten brauchen Kriege).
Es ist klar, dass Chinas Rolle und Position Russlands näher steht als die Rolle des Westens. Russland hatte versucht, diese Tür zum Westen zu öffnen, aber der Westen hat uns nie hineingelassen. Russland kehrte schließlich dieser Tür den Rücken zu, um einen Riesen auf der anderen Seite zu sehen. Dieser Riese ist China, und dieser Riese sagte zu uns, dass er bereit sei, mit uns zusammenzuarbeiten.
Wir schaffen ein neues Format. Wir entwickeln politische Zusammenarbeit, führen gemeinsame militärische Übungen durch, führen wirtschaftliche Zusammenarbeit durch, bauen zusammen Pipelines. Es gibt ein neues Projekt für die Erschließung der Arktis, bei dem China und Indien die Hauptakteure sein werden, weil die Nordseeroute nur für asiatische Märkte genutzt wird.
Die wirtschaftliche und politische Konsolidierung Eurasiens als Kontinent ist in vollem Gange. In der Vergangenheit war Eurasien in zwei verschiedene Märkte unterteilt - Europa und Asien. Russland war so etwas wie ein Schwarzes Loch, die Transsibirische Eisenbahn wurde kaum benutzt. Wir können die Bildung eines gemeinsamen Eurasiens beobachten.
Für China und Eurasien ist Europa eine kleine Halbinsel und nicht das Zentrum der Welt. China ist eine 1,5-Milliarden-Nation, während in Europa 500 Millionen Menschen leben, was nur einem Drittel der Bevölkerung Chinas entspricht. Indien ist ein 1,3 Milliarden starkes Land, die Weltbevölkerung beträgt sieben Milliarden. Wenn wir China, Indien und Indochina zusammenfassen, erhalten wir die Hälfte der Weltbevölkerung.
Wenn Sie sich die Karte von Chinas “One Belt, One Road”-Initiative ansehen, werden Sie dort mehrere Wege sehen. Es gibt einen Landweg, einen Weg durch den Sueskanal, und die Nordseeroute wurde ebenfalls in dieses Projekt aufgenommen. Wir können sehen, dass ganz Eurasien integriert ist, und dass der Prozess unter neuen Bedingungen stattfindet.
All dies ist eine Katastrophe für die Inselzivilisation der Angelsachsen, die sich nur fragen können, welche Rolle sie dabei spielen werden. Sie kontrollieren immer noch das Meer und die Versorgung auf See, sie bestimmen immer noch die Regeln. Was wäre, wenn andere Länder die Führung übernehmen? Was bringt dann noch die sechste Flotte im persischen Golf?
Die USA erleben jetzt einen Niedergang des amerikanischen Imperiums. Deshalb schreien sie mehr, sie drohen mehr, sie schüchtern andere mehr ein, aber sie tun dies alles vor dem Hintergrund des wachsenden Einflusses Chinas und Russlands.
Nun, das war schon immer so. Das ist klar. Einige Länder werden Großmächte, aber Imperien entstehen und vergehen.
Natürlich, aber für diejenigen, die entstehen, ist dies eine Perspektive, und für diejenigen, die vergehen - ist dies eine Katastrophe. Deshalb werden sie Widerstand leisten und kämpfen. Sie haben immer noch genug Kraft, sie können immer noch viel kontrollieren. Ich habe jedoch das Gefühl einer ernsthaften Bedrohung, eine globale Katastrophe droht. Diejenigen, die in die Enge getrieben wurden, können angreifen, um zu töten, damit sie überleben.
Leider bin ich nicht die erste, der dies sagt, obwohl wir hoffen möchten, dass sich die Vernunft durchsetzen wird. Schließlich ist es sehr richtig, dass nach dem Dritten Weltkrieg der nächste Krieg mit Stöcken und Steinen ausgetragen wird.
Das ist wahr, aber für die Elite ist die Hauptsache nicht einmal Geld. Sie wollen Herrschaft und Macht. Wenn sie, um ihre Macht zu bewahren, die Hälfte der Bevölkerung der Erde ausrotten müssen, werden sie sich ohne mit der Wimper zu zucken dafür einsetzen.
Selbst wenn sie überleben, wie werden sie danach in völliger Zerstörung leben?
Ich denke, sie haben ihre Bunker vorbereitet. Das Hauptproblem ist hier nicht der Verlust von Geld, weil Macht in Geld und Geld in Macht umgewandelt wird. Doch es ist Macht, die an erster Stelle steht, nicht Geld. Geld ist ein Werkzeug, um Macht einzusetzen. Dies ist ihr Standpunkt (Russland: Putin erklärt der Rothschild-Mafia den Krieg).
Während Moskau über Verträge spricht, beginnt der Tiefe Staat den Dritten Weltkrieg - jetzt - in diesem Monat!
Es ist mir ein Anliegen, die Seiten des Russian International Affairs Council regelmäßig durchzusehen, und ich war nicht enttäuscht, als ich den Artikel Road to Nowhere von Präsident Igor Iwanow fand, der auch in der Moscow Times veröffentlicht wurde. Alles, was in diesem Artikel steht, ist aus meiner Sicht richtig.
In diesem Artikel ist jedoch nichts über die Möglichkeiten des Beginns des Dritten Weltkriegs in den nächsten Wochen zu lesen, da der Tiefe Staat die Organisation des Nordatlantikvertrags (NATO) und zwei der obersten Bediensteten des Tiefen Staates - der NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg (Norwegen) und Oberbefehlshaber des United States European Command, General Curtis Scaparrotti (USA), nach meiner spekulativen Ansicht die Übung Trident Juncture (TRJE18) so geplant haben, um nach einem NATO/Gladio-Angriff unter falscher Flagge einen Erstschlag gegen Russland zu ermöglichen. Die Gladio-Operation unter falscher Flagge findet mit einem oder mehreren simulierten russischen Angriffen statt, die als ein Casus belli fabriziert werden.
Ich bin besonders besorgt über die Langstreckenwaffen in Norwegen, die meiner Ansicht nach gegen die norwegische Verfassung verstoßen und jeweils in der Lage sind, Träger von Atommunition zu sein, und über die Abschusssysteme des Typs MK-41, die während der verschiedenen NATO-Übungen eingesetzt wurden (über 15 davon) im vergangenen Jahr - jedes leicht für das Abfeuern von verbotenen bodengestützten Marschflugkörpern umfunktioniert.
Wir haben drei Schurken bei der NATO, der dritte ist Kay Bailey Hutchison, eine Frau, die möglicherweise versehentlich enthüllt hat, dass der Tiefe Staat (nicht Präsident Donald Trump) in diesem Jahr einen Erstschlag gegen Russland plant, bevor Russland sein Modernisierungsprogramm im Zeitraum 2020-2022 abschließt.
Seit der Änderung des Smith-Mundt-Gesetzes unter Präsident Barack Obama, die das Erzählen von Lügen gegenüber der US-Öffentlichkeit legalisiert, sind in den USA Operationen unter falscher Flagge durch das Heimatschutzministerium an der Tagesordnung. Obwohl es in der Regel vorgetäuschte Todesfälle waren, gab es aber bei einer Reihe von Ereignissen unter falscher Flagge - von Sandy Hook bis zum letzten Ereignis der Pittsburg-Synagoge - auch einige echte Todesfälle.
Unter Obama sollten diese Ereignisse letztendlich die Beschlagnahmung aller Waffen rechtfertigen; unter Präsident Trump scheinen sie eine das Budget erhöhende Übung für einen umfassenden Polizeistaat zu sein, und wegen der dringlicheren Probleme des Präsidenten wie der Denuklearisierung des Nahen Ostens, waren sie nicht seiner Führung unterworfen.
Als ehemaliger Infanterieoffizier des Marine Corps (tatsächlich war der Kommandant des Marine Corps im Bataillonslandeteam 3/4 ein Jahr älter als ich, wo er als Kompanieführer diente, während ich als S-1-Adjutant fungierte) bin ich zutiefst beunruhigt darüber, dass General Bob Neller seinen Marines sagt, dass sie einen “großen Kampf” mit Russland erwarten. Das ist alarmierend.
General Neller, zu dessen früheren Aufgaben die Präsidentschaft der Marine Corps University gehört, ist ein äußerst intelligenter und ausgeglichener Mensch. Seine Aussage, dass in Norwegen, das jetzt bis an die Zähne bewaffnet ist und einen Teil der größten Waffenlieferung von den USA nach Europa seit dem Kosovo[-Krieg] erhält, ist alarmierend.
Ich bin mir sicher, dass NATO/Gladio im Rahmen von Trident Juncture eine oder mehrere Operationen unter falscher Flagge planen. Ich bin zutiefst besorgt darüber, dass Trident Juncture die Verbreitung von nuklearer Artillerie an US-Streitkräfte umfasst, die jetzt im Einsatz sind.
Es verdient eine Bemerkung, dass sich unsere beiden Präsidenten und Generalsekretär Xi Jinping darauf geeinigt haben sollen, dass sie sich nicht dazu hinreißen lassen würden, den Zweiten Weltkrieg zu beginnen. Was niemand von ihnen vorhergesehen haben mag, war, dass die Kombination von Angehörigen des Tiefen Staates Scaparrotti, und Hutchinson - alle so verrückt und fanatisch wie der frühere NATO-Kommandant Philip Breedlove - am ausflippen sind.
Wenn ich heutzutage US-Präsident wäre, würde ich Scaparrotti zu einem Beratungsgespräch herbeizitieren und ihn in Washington belassen, während ich den sofortigen Abzug aller US-Streitkräfte aus allen an Russland angrenzenden Ländern anordnen würde. Ich glaube, die Präsidenten Putin und Trump werden für eine Konfrontation “vorbereitet”, die außer Kontrolle geraten wird, weil die für die Kriegslust der NATO zuständigen Amerikaner einen Vorwand für den Krieg geschaffen haben (Russischer Verteidigungsminister im Interview: Dritter Weltkrieg wird der letzte sein (Video)).
Abschließend erinnere ich mich an das gegenseitige Vertrauen zwischen Präsident John F. Kennedy - bevor er vom Tiefen Staat ermordet wurde - und Premier Nikita Chruschtschow; beide waren sich einig, dass die größten Feinde des Friedens ihre eigenen Generäle waren.
Ich glaube zwar, dass die meisten russischen Generäle und viele amerikanische Generäle keinen Krieg mehr zwischen beiden Ländern anstreben, aber ich glaube auch, dass die NATO das schwache Glied im fragilen Frieden ist, den wir gerade haben.
Literatur:
Videos:
Quellen: PublicDomain/maki72 für PRAVDA TV am 04.12.2019
Sehr deutliche Worte: Das russische Fernsehen analysiert die aktuellen Problemen in der EU
von Thomas Röper |
Das russische Fernsehen brachte am Sonntag in der Sendung „Nachrichten der Woche“ eine wirklich spitzzüngige, aber gelungene und umfassende Analyse der Situation der EU in diesen Tagen, denn die Liste der Probleme und Meinungsverschiedenheiten in der EU ist so groß, wie wahrscheinlich nie zuvor.
Probleme gibt es in der EU in diesen Tagen reichlich und von manchen hören wir in Deutschland nicht einmal etwas. Der Brexit ist ein Thema,auch die neue Kommissionspräsidentin von der Leyen, die einen sehr schlechten Start hatte, ist ein Thema. Auch Streitigkeiten zwischen Berlin und Paris über die Zukunft der EU gibt es. Gleichzeitig hat Macron der Nato den „Hirntod“ diagnostiziert und sich gegen eine versprochene EU-Erweiterung gestellt. Zu allem Überfluss schießt dann auch noch Polen quer. Und – das Thema spielt in deutschen Medien keine Rolle – der Transitvertrag für Gas durch die Ukraine läuft am 1. Januar aus und es gibt keinen neuen Vertrag, was zu Engpässen bei der Gasversorgung führen kann, da Nord Stream 2 zum 1. Januar die Arbeit noch nicht aufnehmen kann.
Es sind so viele Probleme, wie lange nicht (oder vielleicht noch nie zuvor) und das russische Fernsehen hat sie alle in zwei aufeinanderfolgenden Beiträgen behandelt, die ich hier beide übersetzt habe.
Beginn der Übersetzung:
Das Treffen von Putin und Selensky in Paris findet in wenigen Tagen statt. Unter vier Augen? Der Kreml bestätigt dies jedoch nicht, so dass das Gespräch vielleicht nur zu viert stattfinden wird, in Anwesenheit der Staats- und Regierungschefs Frankreichs und Deutschlands, Macron und Merkel. Es geht um die Themen Donbass und Gas. Große Erwartungen gibt es nicht, denn die Position von Selensky ist widersprüchlich und sein politisches Gewicht zu Hause ist im Sturzflug. Zumindest zeigen das die Daten, die kürzlich vom Kiewer Internationalen Institut für Soziologie veröffentlicht wurden. Demnach ging die Zustimmung für Selensky in der Ukraine seit Herbstanfang um 21 Prozent auf und jetzt 52 Prozent zurück und zur psychologisch wichtigen Marke von 50 Prozent fehlt nicht mehr viel. Wenn es so weiter geht, wird sie sehr bald durchbrochen.
Nach Erhebungen eines anderen soziologischen Institutes der Ukraine, dem „Fonds demokratischer Initiativen“, ist das bereits geschehen, wenn es um die Frage geht, ob sich das Land in die richtige Richtung bewegt. Im August meinten mehr als die Hälfte der Ukrainer, dass das Land auf dem richtigen Weg ist, jetzt sagen das nur noch 36 Prozent. Und 39 Prozent glauben, dass die Ukraine den falschen Weg einschlägt. Die Enttäuschung im Land ist offensichtlich.
Wenn die neue Regierung weiter schwächelt, wird sie bald keine eigene Linie mehr fahren können und sie wird vollständig gegenüber der aggressiven Minderheit der Nationalisten kapitulieren, die mit Zustimmung der schweigenden Mehrheit den Ton angeben wird.
Unterdessen steht das Land vor dem unpopulären Verkauf von Land, das die letzte nationale Ressource des Landes ist, und auch das Bisschen, das von der ukrainischen Industrie noch übrig geblieben ist, wird ausverkauft. In Kiew wurde erschrocken reagiert, als chinesische Unternehmen dem ukrainischen Kartellamt einen Deal zur Genehmigung vorgelegt haben, mehr als 50 Prozent der Aktien des noch aus Sowjetzeiten berühmten Flugzeugbauers „Motor Sich“ zu übernehmen, was den Amerikanern nicht gefällt. China will „Motor Sich“ kaufen und dort in die Entwicklung von Technologien investieren. Den Amerikanern gefällt das nicht, weil die Chinesen unter anderem mit Russland zusammenarbeiten.
Die Amerikaner selbst brauchen die Fabrik nicht, ebenso wenig, wie sie ukrainische Technologien brauchen. Sie arbeiten nach der mörderischen Logik eines Eifersüchtigen: „Dann bekommt es eben niemand!“ Soll die Fabrik in der Ukraine doch verrotten, Hauptsache China bekommt sie nicht. Die USA warnen die Ukraine deutlich, bis hin zu Sanktionen, für den Fall, dass „Motor Sich“ überwiegend chinesisch werden sollte. Es ist unwahrscheinlich, dass Kiew unter diesen Bedingungen nicht gehorcht, schließlich wird das Land aus dem Ausland regiert.
Dasselbe sieht man auch bei den Gasverhandlungen der Ukraine mit Russland. Die Amerikaner wollen eine Krise organisieren, selbst auf Kosten des Rufs der Ukraine und sogar auf Kosten der Ukrainer, die einfach kein Gas mehr aus der russischen Pipeline erhalten werden. Es ist bereits Dezember und es gibt weder einen Vertrag über direkte Lieferungen von russischem Gas in die Ukraine, noch für den Transit durch das Land nach Europa. In der Ukraine gibt es nicht einmal ein Unternehmen, mit dem ein Vertrag darüber abgeschlossen werden kann. Es ist immer noch nicht vollständig von Naftogaz abgetrennt. Aber niemand scheint es eilig zu haben.
Russland ist flexibel, aber alle seine Vorschläge wurden abgelehnt. Es ist klar, dass ohne einen Vertrag, der Gas von uns über die Ukraine nach Europa pumpt, die Gaslieferungen durch die ukrainische Pipeline am 1. Januar eingestellt werden. Niemand in Moskau wird sich an illegalem Schmuggel beteiligen. Ohne Vertrag wird also das Gasventil unsererseits unweigerlich geschlossen, auch wenn es Aufschreie geben sollte.
Das Thema Gas wurde auch in Europa und Deutschland zum Streitpunkt. Nachdem Berlin seinen fast vergessenen Selbsterhaltungstrieb wieder entdeckt hatte, legte es Berufung gegen die Entscheidung des Gerichts ein, das Polens Forderung, Gazprom die Nutzung der Opal-Gaspipeline nur zu 50 Prozent zu erlauben, stattgegeben hatte.
Opal ist eine Gaspipeline in Deutschland, eine Fortsetzung von Nord Stream 1. Außer Gazprom gibt es niemanden, der an sie angeschlossen ist und Gas durchleiten könnte, aber Polen hat im Oktober dieses Jahres die Entscheidung des Gerichts herbeigeführt, Gazprom nur die Nutzung der Hälfte der Kapazität von Opal zu erlauben. Nun wird Deutschland selbst rechtliche Schritte gegen Polen einleiten. Aber das ist nur ein kleiner Teil der ziemlich harten, innereuropäischen Spannungen.
Der 1. November, am helllichten Tag. Drei Männer jagen einen vierten auf der London Bridge. Sie liegen auf dem Asphalt. Sie schlagen ihm ein Messer aus den Händen. Die Polizei kommt. Polizisten ziehen die anderen von dem am Boden liegenden Menschen weg. Dann gehen sie auch auf Abstand und es fallen Schüsse.
Usman Khan, 28, der von der Polizei erschossen wurde, verübte ein Massaker bei einer Abschlussfeier der Universität Cambridge im Gebäude der Fishermen Guild. Auf fünf Menschen hat er eingestochen, ein Mann und eine Frau starben am Tatort, drei weitere Menschen liegen auf der Intensivstation. Er trug einen falschen Sprengstoffgürtel, daher hat die Polizei ihn vor Ort erschossen.
Stunden später wurde ein ähnlicher Anschlag in Den Haag in einer zentralen Einkaufsstraße verübt. Drei Jugendliche, die Weihnachtseinkäufe machten, wurden verletzt. Dem Täter gelang die Flucht. Die Polizei sucht nach einem großen, etwa 50 Jahre alten Mann.
Solche Nachrichten sind in Europa zur Routine geworden, zu einem Hintergrundgeräusch, das das europäische Leben begleiten wird, unabhängig von der geopolitischen Positionierung der Europäischen Union und unabhängig von ihrer wirtschaftlichen und finanziellen Situation. Die Szenarien wiederholen sich, die Mordwaffen sind meist Messer und sogar die Orte wiederholen sich bereits: Vor zweieinhalb Jahren erstochen zwei Islamisten acht Menschen, ebenfalls auf der London Bridge.
Die Führer der NATO-Länder, die sich bald in London treffen werden, haben noch einen weiteren Grund zum Nachdenken. Obwohl, wenn man dem französischen Präsidenten zustimmt, wird Nachdenken ein sinnloses Unterfangen.
Macron diagnostizierte kürzlich bei der NATO den „Hirntod“. Und diese Aussage war so stark, dass sie in Europa immer noch Wellen schlägt. Merkel und Macron streiten offen über dieses Thema.
Merkel sagte im Bundestag: „Der Erhalt der Nato ist in unserem Interesse, mehr noch als im Kalten Krieg. Oder zumindest nicht weniger. Europa kann sich selbst nicht verteidigen.“
Macron entgegnete in Frankreich: „Vor wem? Vor wem müssen wir uns schützen? Wer ist unser gemeinsamer Feind? Was sind unsere gemeinsamen Ziele? Manchmal wird gesagt, Russland sei der Feind. Oder China. Oder ist es die Aufgabe der Nato, aus ihnen Feinde zu machen? Ich hoffe nicht. Der Terrorismus ist unser gemeinsamer Feind.“
Der Wunsch, nichts zu verändern oder der Wunsch, die Veränderung zu gestalten, das sind die zwei Zukunftskonzepte, die den deutsch-französischen Kern der Europäischen Union spalten. Merkel, die Hunderttausende wütender Menschen nach Europa geholt hat, in der Hoffnung, dass sie ihre alten Gewohnheiten aufgeben und Goethe lesen, anstatt Messer mit sich führen, scheint darauf zu bauen, die verständliche und vertraute Ordnung wiederherzustellen.
Der Unruhestifter Macron hat große Pläne: eine europäische Armee, eine unabhängige Außenpolitik, harte Disziplin. Er verleugnet die NATO nicht, aber er kritisiert sie. So schlägt er beispielsweise vor, die Türkei aus dem Bündnis auszuschließen. Präsident Erdogan hat das nicht sehr gut gefallen. Er antwortete so deutlich, dass der türkische Botschafter in das französische Außenministerium einbestellt wurde: Erdogan hatte Macron den „Hirntod“ attestiert.
Macaron übernahm die schwierige Mission, darüber zu sprechen, worüber andere Angst haben, zu reden. Das spricht nicht immer für die Weitsicht eines Politikers, aber der französische Präsident glaubt, dass es keine Zeit zu verlieren gibt, dass man nicht mehr vorsichtig sein kann, dass es nun notwendig ist, eine Strategie für das Überleben der EU selbst zu formulieren.
Eines seiner Schlüsselelemente: Solange es keine Ordnung im Inneren gibt, gibt es auch keine EU-Erweiterung. Frankreich hat den Beitritt Albaniens und Nordmazedoniens zur Europäischen Union blockiert. Für letzteres ist das besonders ärgerlich, für den EU-Beitritt hat das Land sogar seinen Namen geändert. Die Griechen wollten es so, bitte sehr. Und nun das. Der Präsident von Nordmazedonien beschwert sich bitterlich.
Innerhalb der EU hat Macrons Sturheit besonders den Polen nicht gefallen: Sie waren schon dabei, die Neuzugänge in ihre Obhut zu nehmen, was ihren Einfluss auf europäische Angelegenheiten stärken sollte. Und die Kandidaten selbst hofften, wie Polen zu profitieren: den Gesamthaushalt der Europäischen Union zu melken und die Erfolge als ihr eigenes Wirtschaftswunder zu verkaufen. Aber das Freibier wurde abgesagt.
Der EU-Haushalt steht kurz vor dem Verlust seines zweitgrößten Geldgebers, Großbritannien. Ja, generell steht es nicht zum Besten, die Regierung der wohlhabenden Niederlande hat zum Entsetzen der arbeitenden Bevölkerung von einer Erhöhung der Rentenbeiträge gesprochen. Und zwar gleich um ein Drittel. Andernfalls werden die dortigen Rentner im nächsten Jahr weniger Rente erhalten. Und das Problem haben viele Länder.
Bei der Aufstellung des neuen, langfristigen Haushaltsplans für die Jahre 2021-2027 bestand die derzeitige finnische Präsidentschaft daher auf der Notwendigkeit, die Zahlungen an die neuen Mitglieder zu kürzen. Polen wird immer noch am meisten bekommen, etwa 65 Milliarden Euro an Subventionen, aber es hat mit 90 gerechnet und protestiert lautstark. Ministerpräsident Mateusz Morawiecki sagte, sein Land akzeptiere keine finnischen Haushaltsvorschläge. An Polen darf die EU nicht sparen. Rentner in den Niederlanden mögen Probleme haben, ihre polnischen Kollegen jedoch nicht.
Schön gesagt, so führen die Nationalisten von Kaczynskis Partei „Recht und Gerechtigkeit“ das Land seit einem Jahrzehnt. Sie haben ihren Wählern die Gewissheit gegeben, dass das polnische Bankett in der Europäischen Union ihrer Meinung nach von den alten, dummen Mitgliedern bezahlt werden soll. Gleichzeitig wollen sie keine Flüchtlinge aufnehmen und die Unabhängigkeit der Gerichte und die Pressefreiheit einschränken.
Polens Diplomatie verbindet erfolgreich Washingtons Unverschämtheit mit polnischer Frechheit gegenüber seinen Nachbarn. Und die Tatsache, dass das funktioniert, macht Warschau für einige EU-Länder zu einem Machtzentrum, das ein drittes Konzept zur EU-Entwicklung anbietet. Es besteht in der vollständigen Aufgabe europäischer Interessen zu Gunsten der Vereinigten Staaten. Mit polnischer Vermittlung.
Die drei politischen Zentren der EU – Berlin, Paris und Warschau – sehen die Zukunft völlig unterschiedlich. Sie werden sich entscheiden müssen. Das wird der größte Konflikt sein, die zentrale Herausforderung für die Einheit Europas in den kommenden Jahren. Und jetzt ist es höchste Zeit, das auch zu sagen. Denn seit dem 2. Dezember hat die Europäische Union eine neue Regierung unter der Führung der ehemaligen deutschen Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen.
Ende der Übersetzung
Wenn Sie sich dafür interessieren, wie Russland auf die Fragen der internationalen Politik blickt, dann sollten Sie sich die Beschreibung meines Buches ansehen, in dem ich Putin direkt und ungekürzt in langen Zitaten zu Wort kommen lasse.
Thomas Röper - www.anti-spiegel.ru
Thomas Röper, Jahrgang 1971, hat als Experte für Osteuropa in verschiedenen Versicherungs- und Finanzdienstleistungsunternehm en in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet, bevor er sich entschloss, sich als unabhängiger Unternehmensberater in seiner Wahlheimat St. Petersburg niederzulassen. Er lebt insgesamt über 15 Jahre in Russland und betreibt die Seite www.anti-spiegel.ru. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.
Thomas Röper ist Autor des Buches „Vladimir Putin: Seht Ihr, was Ihr angerichtet habt?“
Thomas Röper | 4. Dezember 2019 um 09:01 | Tags: politik, slider, Thomas Röper | Kategorien: Politik | URL: https://wp.me/p8SP2V-31BZ
Montag, 2. Dezember 2019
Jeder kehre vor seiner eigenen Tür!
Im Westjordanland werden 650.000 illegale Siedler beklagtvon Redaktion |
In Deutschland machten sich 1,3 Mio. illegale Siedler breit, mit welchem Recht? Die Doppelzüngigkeit der Medien und Polit-Heuchler schreit zum Himmel
(von Albrecht Künstle)
Die Badische Zeitung titelte am 20.11. wieder einmal reißerisch, „Trumps Geschenk für Netanjahu – für die US-Regierung verstoßen israelische Siedlungen im Westjordanland nicht gegen das Völkerrecht“. Um dann wieder genüsslich die „illegale“ Politik Israels ausweiden zu können, insbesondere „illegale“ Siedler. Dabei fiel mir spontan ein, dass wir in Deutschland ja das gleiche Problem mit Illegalen haben…
Das Einzige was den Gegnern und Feinden Israels zu diesem Problem einfällt: Die Fremdbesiedlung des Westjordanlandes und des Golan verstößt gegen das Völkerrecht und ist damit illegal. In der Westbank wohnen also 650.000 „Illegale“. Falsch berichtet ist das nicht, aber schauen wir einmal in unser eigenes Land, statt in andere.
In Deutschland leben geschätzt 1,3 Mio. illegale Nichtdeutsche. Nach der Sichtweise von Juristen wie Rupert Scholz und De Fabio sind es mehr, nämlich alle, denen kein Asyl zusteht und damit 98 Prozent aller Zuwanderer. Also „Dublin-Reisende“, nur geduldete, subsidiäre und ausreisepflichtige Siedler. Diese bei uns doppelt so viele Illegalen hätten bei uns ebenso wenig etwas zu suchen, wie die Illegalen im Westjordanland.
Wobei man den Status des Westjordanlandes auch anders sehen kann. Der Völkerbund sprach diesen Landstrich gemäß dem UNO-Teilungsplan von 1947 einem zu gründenden arabischen Staat zu. Doch die arabischen Palästinenser wollten nicht nur dieses Land, sondern auch das Land bis zum Mittelmeer, das heutige Israel. Im Arabisch-Israelischen Krieg 1948 wurde das palästinensische (?) Westjordanland kurzerhand von Jordanien besetzt und 1950 sogar annektiert. War diese Annexion nicht erst Recht völkerrechtswidrig?
Die Besetzung des Westjordanlandes durch die Israelis 1967 ohne Annexion wird aber als völkerrechtswidrig gegeißelt. Obwohl diese Besetzung die Antwort auf die Truppenaufmärsche arabischer Staaten an der israelischen Grenze im Mai 1967 und dem Präventivkrieg Israels Anfang Juni war. Israel entriss das Westjordanland dem Königreich Jordanien, nicht einem palästinensischem Staat, den es nicht gab. Trotzdem kann man es so sehen, dass die israelischen Siedler dort „Illegale“ sind.
Doch gibt es einen großen Unterschied, man kann die Illegalen im Westjordanland und die Illegalen bei uns nicht direkt vergleichen. Die Siedler dort bauen sich ihre Wohnungen und Städte selbst. Sie bauen Lebensmittel an und liegen dem besiedelten Land nicht auf der Tasche. Anders bei uns. Obwohl sie ebenfalls illegal sind, werden sie von uns ausgehalten. Aber jetzt sind sie halt mal da, meinte die Gastgeberin Merkel. Nicht anders im Westjordanland: Auch dort sind die Siedler jetzt nun mal da.
Was tun gegen die illegale Siedlerei? In Nahost werden die Siedlungen zumindest von den Siedlern selbst bezahlt. Dann könnten doch auch die afrikanischen und arabischen Herkunftsländer die Kosten für die Besiedlung in Deutschland übernehmen. Ist wohl blauäugig. Deshalb meine ich, unsere Politiker und Medien sollten betreffs der Politik Israels einfach die Klappe halten. Und wenn sie diese nicht halten und weiterhin Juden und Israel für ihr Tun verurteilen: Dann mit der gleichen Konsequenz sagen, raus mit den Illegalen auch aus unserem Land! Was für Nahost proklamiert wird, muss erst recht im eigenen Laden gelten. ......
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